Wattental 2017 - zu Gast bei der Familie Waibl

Hannah Fabro berichtet von der Bergwoche
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Aufgrund eines Formalfehlers beim Reservierungsanfragen für unsere sonst gewohnte "Swarovski-Hütte", landeten wir heuer für drei sehr aktive Tage in der wenige Kilometer weiter im Tal liegenden "Waibl-Hütte". Diese wurde uns netterweise von der Familie Waibl (inklusive Personal) zur Verfügung gestellt, und verschlechterte die Qualität des Aufenthalts keineswegs. Zum ersten Mal kamen wir in den Genuss von selbst gebackenem Brot zum Frühstück, Lemon-Soda und Soda, importiert vom Gardasee, und zu jeder Mahlzeit hatten wir eine Auswahlmöglichkeit zwischen drei verschiedenster Gerichte.

Obwohl es wohl alle drei Abende etwas länger dauerte, bis auch wirklich jeder schlief, saßen am Morgen alle (mehr oder weniger) pünktlich um 8 Uhr am Frühstückstisch um sich für die Wanderung zu stärken. Auch weiche Eier durften zwischen selbstgemachter Walderdbeermarmelade und Vinschgerl, Laugenknöpfchen und Zopf nicht fehlen, bevor es nach Jause herrichten und Rucksack packen losging.

Das Ziel des ersten Tages lag nach 3,5 Stunden (über den Zirbenweg in die Lizum, dann links weg Richtung Torjoch) vor uns, der Torsee, wobei ein Großteil der Mannschaft beim Ausblick auf mehrere "Minushöhenmeter", um zu dem See zu gelangen, auf der Anhöhe davor meuterte. So warm es auch beim Hinaufgehen war, sobald die Jause verzehrt wurde und die müden Beine zum Stillstand kamen, setzte aufgrund von doch sehr frischem Wind allgemeines Schweigen und Jacken-und-'was-auch-immer-sich-im-Rucksack-befindet'-Anziehen ein. Ein Teil der Gruppe blieb unter der Leitung von Gerri bei einem Steinbruch auf dem Abstieg stecken, wo fleißig nach Bergkristallen gesucht wurde und alle auch fündig wurden. Samuel holte sich neben Bergkristallen und Zirbentschurtschen auch eine Platzwunde auf der Stirn beim Stolpern über einen Stein ein, weshalb er am gleichen Abend noch in Wattens geklammert werden musste, er aber danach die Nacht normal auf der Hütte verbringen konnte und an den Aktivitäten wie alle anderen teilnahm.

Die Abende gestalteten sich eindeutig angenehmer als die Bergtouren am Lagerfeuer oder in der warmen Stube, wenn man nicht gerade im 1. Stock auf Kriegsfuß war.

Am zweiten Tag lautete unser Ziel Lanerkreuz, welches öfters unseren Besuch anzweifeln musste. Beim Zwischenstopp in Povers wurde das Fehlen zweier Jungs bemerkt, worauf ein Teil (hauptsätzlich Betreuer) umdrehte, um nach den Abgängigen zu suchen. Die Laune sank dann kontinuierlich immer tiefer, da der Weg nicht zu enden schien, die 'Haupttreiber' verschwunden waren und immer wieder Gerüchte übers Umkehren auftauchten. Auch auf Aufmunterungen von Jussi ("Es dauert lei mehr a halbe Stund!") wurde nicht mehr viel gehört, nachdem wir nach einer Kehre Aussicht auf den weiteren, noch vor uns liegenden Weg hatten ("A halbe Stund oder?! Des sein no drei Stund!!!" "I geh nimma weiter." "Mia reichts." "I dreh jetzt um."). Dennoch gingen alle, wenn auch etwas mürrisch, weiter und gelangten dann circa zur gleichen Zeit mit den inzwischen schnell aufholenden Nachzüglern mit den Abgängigen zum Lanerkreuz. Nach einem kurzen, erfrischenden (freiwilligen!!!) Bad für Marci im Lanersee ging es durch Almrosen und Blaubeerstauden runter Richtung Melann Hochleger, bei dem sich ausgerechnet der Hausherr Jos beim Sprung über einen Bach verletzte (war aber am nächsten Tag allerdings schon wieder schmerzfrei).

Am Abstieg über den Zirbenweg runter ins Lager Walchen wurde für Evelyn fleißig Baumbart geerntet, wobei unser Altobmann Walter lobend zu erwähnen ist. Er hat uns auf allen Wanderungen bewiesen, dass er gewiss noch kein alter Herr ist, Pension hin oder her.

An unserem letzten Tag durften wir ein klein wenig länger ausschlafen (+30 min), bevor wir uns Richtung Aussermelann aufmachten, um in der Almkäserei live beim Käse zubereiten dabei zu sein. Nach einem (oder keinem) Glas Buttermilch ("Mia is scho beim Riechen kotzübel woan.") wurde uns alles vor unseren Augen erklärt und schlussendlich mit Kostproben untermauert.

Wir bedanken uns bei der Familie Waibl für die super Betreuung was Essen, Wanderleitung und Hütte angeht, unseren Betreuern Moosi, Jussi, Walter und Gerri für Nerven wie Drahtseile und die Gabe alles mit der Ruhe zu nehmen, und natürlich nicht zu vergessen, beim Wettergott, der uns mit drei wunderschönen Sommertagen bescherte.

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